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Im Laufe der Geschichte wurde das Land öfters zum Zankapfel verschiedener Mächte. 1828 eroberte der russische Zar Armenien, das sich am 28.5.1918 die Unabhängigkeit erkämpfte. Nur zwei Jahre später war es mit der Unabhängigkeit wieder vorbei, und Armenien kam im Jahre 1922 zurück ins sowjetische Reich. Infolge des Auseinanderbrechens der Sowjetunion 23.9.1991 erlangte Armenien wieder seine Unabhängigkeit. Dabei zeigte man die rot-blau-orangefarbene Flagge der Republik von 1920. Am 1.9.1991 wurde, die schon als Nationalflagge gebrauchte Flagge zur Staatsflagge erhoben.
Im 14. Jahrhundert soll die Dynastie der Lusigan eine rot-blau-gelbe Fahne gezeigt haben. Einen Zusammenhang mit dem heutigen Aussehen der Flagge ist jedoch nicht überliefert. Die Geschichte der heutige Flagge geht auf das Jahr 1885 zurück, als bei dem Begräbnis des französischen Schriftstellers Victor Hugo armenische Exilanten eine rot-blau-grün gestreifte Flagge mit sich führten. Das Design geht auf das Armenische Institut in Venedig zurück, allerdings in der Farbfolge Rot Grün Blau. Anderen Angabe soll die mitgeführte Flagge von einem Priester namens Leon Alishan zurückgehen.
Als die Republik 1918 ausgerufen wurde, übernahm sie die Flagge. Die Farbe Grün wurde allerdings durch Orange ersetzt. Eine Kommision, unter Vorsitz des Historikers S. Malkhasian machte dazu diesen Vorschlag. Im Juni 1919 wurde die Flagge dann per Gesetz festgelegt.
Rot symbolisierte das vergossene Blut der Freiheitskämpfer, Blau den unverwechselbaren Charakter der Landschaft und Orange den Mut der armenischen Bevölkerung.
Während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion wehten vier verschiedene Flaggen, wobei die ersten drei ein rotes Tuch mit unterschiedlichen goldenen Initialen des Landesnamen zeigten. Am 17.12.1952 erhielt Armenien eine Flagge mit rotem Tuch, das von einem blauem Querstreifen durchzogen war. |